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Bericht zum 18. Bundesweiten Motorradtreffen der Justiz
vom 12.07.2018 - 15.07.2018 in Geba Berg

Ausrichter: JVA Untermaßfeld



Mittwoch, 11.07.2018:

Drei Jail-Rider der JVA Straubing boten sich als Vorkommando an, um uns beim Treffen einen guten Platz zu sichern. Danke an Harry, Mane und Stephan - das habt ihr super gemacht.

Donnerstag, 12.07.2018:

Die Hauptgruppe trifft sich um 09.30 Uhr in Schwandorf, um gemeinsam zum Treffen zu fahren. Gleich voraus gegriffen - es gab keinerlei Pannen oder größere Störungen während der Anreise oder bei der Heimfahrt. Am Nachmittag trifft die Gruppe am Festgelände ein und ist erst einmal mit Zeltaufbau beschäftigt. Danach wurde nach einem Bikerbier das Gelände erkundet. Leider war ich am Donnerstag noch nicht dabei, weshalb ich nur aus Erzählungen diesen Tag beschreiben kann. Mir wurde mitgeteilt, dass wie schon oft, der Donnerstag der lustigste Abend war, da die Gruppen noch kleiner sind und man sich so schneller austauschen kann. Stocki und sein Spezl sorgten wieder einmal für die musikalische Untermalung des Abends. Bei bester Stimmung wurde so bis in die frühen Morgenstunden gefeiert. Ein offizielles Programm war für diesen Tag nicht vorgesehen.

Freitag, 13.07.2018

Die Nachhut, der auch ich angehörte, startete um 09.00 Uhr von Straubing aus und war gegen 15.00 Uhr und ca. 360 Kilometern am Ziel angelangt. Bei warmen Temperaturen wurden schweißtreibend die Zelte aufgebaut, wobei der Rest der Truppe mit einem Bier in der Hand uns kräftig anfeuerte - vielen Danke noch dafür.
Dann holten auch wir uns ein kühles Bier und erkundeten das Gelände. Um 13.00, 15.00 und 17.00 Uhr gab es eine Vorführung der „Bike Brothers". Die zwei Jungs erstaunten die Zuschauer, was mit einem Fahrrad alles gemacht werden kann. Sie sprangen von Holzstapel zu Holzstapel und fanden in Sarah auch eine Freiwillige. Sie wurde am Boden liegend, von den Rädern umsprungen und diese landeten immer nur Millimeter entfernt neben ihren Körper. Respekt für die Beiden, natürlich auch für Sarah. Danach bekam ich Hunger und fand auf der Speisekarte genug Auswahl, um mich zu stärken. Ein Steak auf Brot war der Anfang. Es wurden auch Bratwürste, eine russische Soljanka, Griebenschmalzbrote, Handwürste usw. angeboten. Gegen 18.00 Uhr gab es dann die Thüringen Games, die bei bestem Wetter für eine Menge Spaß sorgten. Angemeldete Teams, die aus vier Personen bestanden, mussten zuerst auf zwei Skiern, quasi in Reihe geschaltet, eine Strecke ohne Sturz und guter Zeit bewältigen. Leider gab es bald Materialermüdungen, das die Sache nicht leichter machte. Als nächstes musste auf Holzscheiben stehend immer eine leere Holzscheibe vor den Ersten abgelegt werden um dann von den Spielern weiter zu rücken und so auch die vorgegebene Strecke möglichst schnell zu überwinden. Danach war Sackhüpfen XXL angesagt. Alle vier Spieler mussten in einem BigBag Sack die vorgegebene Strecke bewältigen. Ohne gutes Rhythmusgefühl gab es sehr schnell Stürze, und man musste erst mal wieder auf die Beine kommen - sehr lustig zum Ansehen. Zum Schluss gab es noch das schon bekannte Moped weit werfen. Das von den Koblenzern gespendete und von den Untermaßfeldern ersteigerte Moped war schon sehr lädiert. Die Besten schafften eine Weite von 8 Metern, wobei viel Glück dazu gehörte. Wenn eine Frau das Moped geworfen hat, wurde die Körpergröße zur Wurfweite dazu gezählt. Beim Sprüche reißen waren wir, mit Präsi Charly voran, wieder die Größten. Doch das alleine reichte nicht, um die besten Plätze zu belegen. Auch wenn Charly bei der Moped Weitwurf Disziplin schnell einen Rock anzog, um eine bessere Weite berechnet zu bekommen, reichte es immer noch nicht auf`s Treppchen. Aber der olympische Gedanke zählt und wir waren sogar mit zwei Mannschaften gemeldet und alle hatten mächtig Spaß. Danach ging´s ins Festzelt, wo ab 21:00 Uhr die Showband „Rosa" ihr Programm präsentierte. Es gab sogar einige Lieder aus der „Ostzone", um uns zu vermitteln, das auch damals gute Musik gemacht wurde. Unser Prospect Erich, spendete ein Flasche Meininger Magenbitter, der unsere Runde noch lustiger machte. Gegen 22.30 Uhr schloss der Programmpunkt „Feuershow Robaria" den offiziellen Teil ab. In beeindruckender Art und Weise zeigte uns der Künstler was bei dem Feuerspektakel, das mit Musik untermalt war, alles möglich war. Es war eine gelungene Show. Danach ging`s zurück ins Festzelt, wo wir den Abend ausklingen liesen und den neuen Tag begrüßten. Die Stimmung war bestens und der Eine oder Andere wurde am nächsten Morgen dafür bestraft, weil er zu lautstark mit der Band gebrüllt hatte. Unser Charly, brachte zum Beispiel keinen Ton heraus, was natürlich zu viel spaßigem Spott führte. Charly - sprachlos - eigentlich unvorstellbar. Das war lustig.

Samstag, 14.07.2018

Mir wurde schon mitgeteilt, dass es am Vortag ziemliche Wartezeiten bei der Frühstücksausgabe gab. Meine Hoffnung, dass das am heutigen Tag besser gelingen würde, wurden jäh zerschlagen. Dreimal nahm ich Anlauf, um mich dann doch in einer Schlange, die bis aus dem Zelt reichte, anzustellen. Hier gleich meine Bitte an die nächsten Ausrichter, dies besser zu machen. Die Schlange wäre wesentlich kürzer gewesen, wenn Kaffee und Saft bereits in Becher eingefüllt gewesen wären. Aber was soll`s, wir haben`s überlebt. Nach der Morgenstärkung überlegte man, wie man den Tag bei herrlichem Wetter gestalten konnte. Für die meisten meiner Kollegen war diese Frage unnütz, da sie aufgrund des Frühschoppens sowieso nicht mehr mit dem Bike fahren durften. Also wurde der Frühschoppen einfach bis in den Abend ausgeweitet. Da es mir nach dem Aufstehen nicht besonders gut ging, entschloss ich mich, erst einmal ein Schläfchen zu machen. Gegen Mittag wollte dann eine Gruppe zu einem nahegelegenen See zum Baden fahren. Eigentlich wollte ich mich da anschließen. Nachdem das Strandbad aber geschlossen war und die Gruppe ins Freibad nach Meiningen fuhr, entschied ich, mich von meinem Navi spazieren fahren zu lassen. Ich gab als Ziel die Wasserkuppe, den höchsten Berg der Rhön ein, dazu kurvenreiche Strecke und die nächsten paar Stunden waren verschönert. Gegen 14.00 Uhr wurde vom Festgelände ein Korso zur JVA Untermaßfeld gestartet. Um 15.00 sollten sich dort auch alle Teilnehmer von geführten Touren treffen um dann gemeinsam wieder im Korso zurück zum Festgelände zu fahren. Also war auch ich um 15.00 bei der JVA Untermaßfeld und fuhr im Korso mit. Schon beeindruckend wenn so an die 500 Motorräder durch eine Stadt wie Meiningen fahren. Es ging von der Polizei absperrt durch die Fußgängerzone, enge Gassen und kurvigen Straßen zum Festgelände zurück. Dort angelangt brauchte ich zuerst eine Dusche, da es sehr warm war. Leider gab es nur kaltes Wasser und ich musste tausend Tode sterben, bevor ich es doch überlebte - ich hasse kalte Duschen. Danach ging ich ins Festzelt, wo ich mir die, von den Kollegen angepriesene Soljanka gönnte - war echt spitze. Nebenbei verfolgte ich im Zelt das Spiel um Platz drei in der Fußball WM auf einem übergroßen TV Gerät. Belgien gegen England hieß die Partie, wobei Belgien 2:0 gewann. Zwischendurch ging ich zu unserem Steinkreis, in dem unser riesengroßes Partyzelt aufgebaut war. Hier fand man immer jemanden zum Ratschen, Trinken oder Rumalbern. Um 20.00 Uhr war die offizielle Ansprache mit Ehrungen. Vorher trat noch eine Country Gruppe aus Meiningen auf. Die Canadian Stompers brachten mächtig Schwung ins Festzelt. Ihr Auftritt war bei den hohen Zelttemperaturen sehr schweißtreibend. Alle Achtung für diese Leistung. Jetzt war es soweit, alle 31 gemeldeten Teilnehmer der Jail-Riders Straubing waren anwesend, um zu hören, dass wir leider nicht den Pokal für die größte Gruppe erhalten, sondern uns Berlin mit 34 Teilnehmern überboten hat - schade eigentlich. Zuvor gab es aber noch die Spendenübergabe. 2000 Euro wurden an das Sozialwerk Meiningen gespendet. Eine Mitarbeiterin bedankte sich persönlich für die Spende und war sehr angetan. Weitere 1000 Euro gingen an das Kinder und Jugendzentrum Max`Inn. Leider zeigte sich kein Offizieller dieser Einrichtung. Dann wurde der Wanderpokal an die Ausrichter des Bundestreffens 2019 aus Adelsheim übergeben. Die Jail-Riders Adelsheim richten das nächste Treffen vom 04. - 07.07.2019 auf dem Sportgelände Bofsheim aus. Wir freuen uns dort als größte Gruppe auftreten zu dürfen - oder auch nicht. Jetzt ging es Schlag auf Schlag, ein Pokal nach dem anderen wurde unters Volk geworfen. Leider kann ich nicht mehr alle Pokale nennen, die vergeben wurden. Es gab z.B. einen Pokal für das älteste Motorrad - Kawa Z 1000 Bj. 1977, dann für das schwerste Motorrad, für das kleinste Motorrad, für den ältesten Teilnehmer - natürlich Walter, für den jüngsten Teilnehmer mit Moped, für die weiteste Anreise - natürlich die Dänen, für die größte Gruppe - darüber habe ich genug gesagt, wir als zweitgrößte Gruppe bekamen auch einen Pokal - warum muss man dann eigentlich die größte Gruppe sein ??? - aber egal, dann gab es einen Pokal für die früheste Anmeldung, dann für die erste Anmeldung mit 60 Euro und zum Schluss bekamen die Teilnehmer der Thüringen Games ihre Preise. Mir kam es vor als ginge niemand ohne ein Geschenk aus dem Zelt. Nach der Verleihung ging Helmi von den Kerkermeister Koblenz noch mit High Heels ( Wette ) auf die Bühne, um für einen wohltätigen Verein zu sammeln. Die Untermaßfelder versteigerten das Weitwurf Moped erneut und es wurden 850 Euro für den guten Zweck gesammelt. Gegen 21.30 Uhr durften dann schließlich die Jungs und Mädels der Rockgruppe „ Bourbon After Work" an die Mikros. Sie heizten der Menge mit gepflegtem Rock ein. Nach etwa einer Stunde mussten sie allerdings schon wieder pausieren, da das letzte Highlight des Tages, ein Feuerwerk, gezündet wurde. Ihr Motto, wir lassen den Himmel leuchten, wurde voll erfüllt. Ziemlich lange gab es einen Effekt nach dem anderen und zum Schluss wurde noch ein überdimensioniertes Bike zum Feuerwerkmotiv - sehr gelungen. Nachdem der Sonntag der Abreisetag ist, will man den Abend nicht übertreiben und die Jail-Riders Straubing haben etwas nach Mitternacht ihren Rückzug zum Zelt angetreten, um sich dort noch einen Absacker zu genehmigen. Gegen 01.45 Uhr gingen dann auch die letzten ins Bett - und das waren Udo und ich.

Sonntag, 15.07.2018

Schon gegen 07.00 Uhr war mächtiges Treiben auf dem Zeltplatz zu hören. Ich dachte ich träumte das Ganze. Leider war wirklich schon die Mehrheit unserer Biker am Zelte zerlegen und am Aufräumen. Da hielt es mich dann auch nicht mehr in den Federn. Nach der Morgenwäsche und dem leidigen Anstehen zum Frühstück, packten wir die letzten Sachen zusammen und verabschiedeten uns. Gegen 09.00 Uhr verließen wir das Festgelände. Wir fuhren in einigen Gruppen aufgeteilt nach Hause. Die meisten waren zwischen 13.00 und 14.00 Uhr daheim. Probleme wurden mir, wie gesagt, nicht gemeldet.

Fazit:

Ein sehr gelungenes Treffen, mit winzigen Schönheitsfehlern ( Frühstück ). Eine tolle Platzwahl. Bestes Wetter. Tolles Programm. Respekt an die Veranstalter.

Gotti - Chronist der Jail-Riders Straubing


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