6. Bundesweites Motorradtreffen der Justiz in Hannover ( vom 14. - 16.07.2006 )


Vorwort:

Wie wir alle wissen, geht es bei den Justiztreffen nicht darum, andere Treffen zu toppen oder zu kritisieren. Der Sinn liegt darin, sich bei guter Atmosphäre gegenseitig auszutauschen und Spaß zu haben. Und damit das alles klappt, bedarf es einer guten Organisation. In dieser Disziplin müssen wir den Kolleginnen und Kollegen aus Hannover ein großes Kompliment aussprechen. Besser kann man es nicht machen. Außerdem wurde bei diesem Treffen gezeigt, dass man mit vernünftigen Preisen für Essen und Trinken den Anteil der Selbstversorger auf ein Minimum zurückschrauben kann. Und wenn man dann auch noch einen Draht zu Petrus hat und ein Kaiserwetter geschenkt bekommt, ist auch der letzte Nörgler zufrieden gestellt.


Anreise der Jail-Riders Straubing:

Am Donnerstag wurde wie gewohnt in mehreren Gruppen gestartet. Unser Frühaufstehertrupp, bestehend aus den zwei Harry`s und Stefan, fuhren bereits um 04.00 Uhr morgens von Straubing gen Norden los. Dieser Trupp sichert uns immer die besten Plätze auf dem Zeltplatz J. Abends trafen sich dann die einzelnen Gruppen in einer Jugendherberge in Kassel. Einige Kollegen der JVA Rohrbach gesellten sich dazu. Es wurde in einem thailändischen Restaurant gemütlich Abend gegessen und bei guter Laune bis in die frühen Morgenstunden zusammen gesessen und bei einigen guten Bieren über dies und jenes gequatscht.

Am Freitag wurde gemeinsam gefrühstückt, um dann die letzten 180 Km bis Hannover anzugreifen. Gegen 13.45 Uhr kamen wir in Godshorn an. In aller Ruhe, wir mussten uns ja nicht beeilen, da es diesmal ja nicht regnete, bauten wir unsere Zelte auf und nahmen dann unser verspätetes Mittagessen ein. Danach machte man sich mit der Örtlichkeit vertraut und fand dabei den einen oder anderen Kollegen, den man bereits von früheren Treffen her kannte. Ein paar Kollegen wagten es schon, sich in das erfrischende Nass zu stürzen, da dieses Treffen ja in einem Freibad stattfand. Abends gingen wir ins Zelt, um mit der Megaparty zu beginnen. Bei Live-Musik, leckerem Bier und gutem Essen war jeder sofort in Stimmung. Auch diesmal brach der Morgen schon fast an, bevor mancher vergebens sein Zelt suchte, nicht wahr Walter J.

Am Samstag ließen wir es diesmal ganz gemütlich angehen. Es wurden zwar unzählige Ausfahrten angeboten. Auch eine Anstaltsbesichtigung stand zur Auswahl. Wir sagten uns aber, wenn ein Treffen schon einmal in einem Freibad abgehalten wird, wollen wir das auch ausnützen. Wir lagen am Pool und fühlten und „sauwohl". Charly trat als Animateur auf und richtete die angebotenen Wasserspiele aus. Immer wieder schaffte er es Kollegen in das kühle Wasser zu schubsen - ob derjenige oder diejenige wollte, oder nicht. Wir hatten jedenfalls einen mords Spaß. Gegen 15.30 Uhr stellte man sich zum Korso mit anschließender Spendenübergabe auf. Es war wieder einmal ein tolles Bild und ein unbeschreibliches Gefühl, wenn man mit vielen hundert Kollegen in der Gruppe durch Stadt und Land fährt und sich um nichts kümmern muss, da die Polizei die Strecke für die anderen Verkehrsteilnehmer gesperrt hat. Nach der Ausfahrt konnte man sich noch etwas erholen, bevor es wieder ins Bierzelt ging. Gegen 20.00 Uhr wurden einige offizielle Ehrungen vorgenommen. Danach gab es dann Livemusik mit der Gruppe Sharks, die den Zuhörern gewaltig einheizten. Dann folgten einige Einlagen von zwei Go - Go Girls, die das Stimmungsbarometer nochmals nach oben schraubten. Eine lustige Showeinlage, in der ein Mann Tina Turner imitierte, kam ebenfalls gut an. Später sorgte ein Stripper dafür, dass auch das anwesende weibliche Publikum nicht zu kurz kam. Die heiße Stripperin suchte sich zu vorgerückter Stunde ein „Opfer", dass sie in unserem Charly fand. Da er in diesem Gewerbe bereits als Profi arbeitete, lieferte er eine überzeugende Darbietung ab J und alle waren begeistert. Nachdem der offizielle Teil nun erledigt war, genoss man die letzten Stunden des Treffens unter ausgelassenen fröhlichen Menschen. Bevor man den gefährlichen Heimweg, vorbei an tausenden gespannten Zeltschnüren antrat, trank man sich noch etwas Mut an und schon klappte es.

Sonntag, 16.07.06

Irgendwann geht leider alles zu Ende, so auch dieses Treffen. Der Aufbruch zurück nach Straubing lief ähnlich wie die Anfahrt. Einige fuhren über die Landstraße, der Großteil aber benutzte die Autobahn. Ich schloss mich der Hauptgruppe an, die vom Roadcaptain Erich geführt wurde. Wir fuhren gegen 10.00 Uhr von Hannover ab und kamen gegen 18.30 Uhr wohlbehalten in Straubing an.

Fazit: Die Wärters Ächte haben es geschafft, das bundesweite Treffen der Justiz wieder ins richtige Licht zu rücken. Im Gästebuch ihrer Homepage kann man sich davon überzeugen, dass sich alle einig sind, ein wirklich top organisiertes Treffen erlebt zu haben. Vielen Dank dafür.


GOTTI - CHRONIST

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